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Das Brand Board: Kernwerte und Corporate Design für deine Unternehmensidentität

Das Markenprofil eines Unternehmens (Corporate Identity) ist fundamental. Es ist Leitbild für alle Kommunikationsmaßnahmen, intern und extern. Ihm liegen Kernwerte zugrunde – Ideen, Werte, Sprache, Handlungen. Und natürlich das Corporate Design.
Dies alles ist Abgrenzung gegenüber Mitbewerbern und bestimmt, wie Menschen Unternehmen wahrnehmen: Was zeichnet uns aus? Wie arbeiten wir? Für wen arbeiten wir? Das wird von Kunden, aber auch von potentiellen Mitarbeitern und Kooperationspartnern wahrgenommen.
Ein Brand Board ist ein geniales Tool, um die Eckpfeiler deiner Corporate Identity abzubilden. Ich nehme das Markenprofil IMMER mit hinein – ohne Unternehmenswerte ist das Alles nämlich nur leere Dekoration.

Wie findet man als Unternehmer*in heraus, wie man sich von anderen abheben kann?

Diese Frage stellen sich Gründer*innen, aber auch etablierte Unternehmen, die sich wachsender Konkurrenz durch die Digitalisierung gegenüber sehen.

Als Dipl. Grafikdesignerin mit Spezialisierung auf Corporate Design biete ich persönliche Beratung und kreative Workshops an, um das Markenprofil und ein passendes Corporate Design zu definieren.
Am Ende des Workshops steht ein gemeinsam erarbeitetes Brand Board. Ein Leitfaden für deine Unternehmenskommunikation, in welchem die Alleinstellungsmerkmale wie in einem Baukasten übersichtlich zusammengefasst sind.

Einmal erstellt, ist es ein übersichtlicher Leitfaden für alle Kommunikationsmaßnahmen.

 

brand board template
Beipiel für ein fertiges Brand Board: Dieses ist mein eigenes. Ich habe mir selber auch die Zeit genommen, mein Markenprofil zu definieren. Dafür habe ich die Aufgaben aus meinem eigenen Workshop verwendet.

Wenn du alleine ein Brand Board für deine Marke erstellen willst

Vorweg gesagt: Das wird nicht leicht. Und es wird mehr Zeit kosten, als wenn du das Ganze gemeinsam mit einem Profi erarbeitest. Falls du es dennoch versuchen möchtest, ist hier eine Anleitung, wie du vorgehen solltest:

Finde als erstes heraus, was die Kernwerte deines Unternehmens sind.
Dann definiere, was nötig ist, um sie visuell zu kommunizieren.

Werte im Unternehmen

Es gibt Fragen, die helfen, einen Schritt zurück zu treten und das eigene Unternehmen mit der nötigen Distanz zu betrachten. Die Frage „Was macht mich besonders?“ gehört definitiv dazu.

Erstelle zwei Listen mit Begriffen – persönliche Merkmale, die auf dein Unternehmen zutreffen. Und Merkmale, die das Gegenteil sind und mit denen du auf keinen Fall in Verbindung gebracht werden möchtest.
Schreibe ungefähr zehn Begriffe auf, und dann streiche das, was nicht das Allerwichtigste ist. Bis du es auf je drei Begriffe reduzierst.

Gut ist auch, deine Kunden einzubeziehen, um dein Selbstbild und die Wahrnehmung von außen zu vergleichen: Was ist ein typisches Kundenzitat? Und: Was wäre das ideale Kundenzitat? Starte eine Umfrage!

Wer ist überhaupt deine Zielgruppe? Dies ist natürlich eine Kernfrage.

Schließlich sollte die Frage „Wie würdest du deine Marke beschreiben?“ in wenigen Sätzen beantwortet werden, um das Leitbild zu formulieren.

 

Übrigens: wenn du dich jetzt für meinen Newsletter anmeldest, erhältst du das Brand Board Template als Hilfsmittel.

Branding Cards

Ich habe als Hilfsmittel für die Definition der Kernwerte ein geniales Tool für meinen Workshop erstellt: ein Branding Card Set mit fast 100 Merkmalen.

In meinem digitalen Workshop selber gibt es natürlich noch sehr viel mehr Beispiele, Hilfestellung und Aufgaben, die es möglich machen, an einem halben Tag deine Alleinstellungsmerkmale und das Brand Board zu erarbeiten. Und natürlich bin ich im Workshop persönlich am Start, um deine Fragen direkt zu beantworten.
Aber wir sind ja nach wie vor bei der Frage, wie du am besten alleine voran kommst.

Die Karten helfen dabei. Das Set ist ein ideales Werkzeug, um deine Kernwerte zu bestimmen.
Du spielst ganz einfach mehrmals die Karten durch und behältst nach mehreren Ausschlussrunden am Ende die wichtigsten Werte, für die du stehst.
Am besten geht das mit Kollegen oder Freunden, die dein Unternehmen kennen, aber auch alleine. Die Karten können unabhängig vom Workshop bei mir bestellt werden. (Preis: 49,- € zzgl. USt, Lieferzeit ungefähr zwei Wochen).

Grafische Basiselemente: dein Design Baukasten

Nun werden die wichtigsten Bausteine deines Markenprofils zusammengetragen: Farbwelt, Bildsprache und Typografie. Und ein Logo, falls du eines hast. Auch Icons, Formen oder Symbole können sinnvoll sein und der Wiedererkennung dienen. Die Bausteine müssen zu den Kernwerten passen und zusammen eine starke Einheit bilden.

Logo

Gibt es bereits eins? Dann kannst du jetzt prüfen, ob es noch zu deinem Leitbild passt.
Wenn du kein Logo hast: Das ist an dieser Stelle ganz ehrlich noch nicht so wichtig. Versuche nicht, ein Logo selber zu erstellen, wenn du kein Profi bist.
Es ist besser, du startest erst einmal mit den anderen Elementen richtig durch, als mit einem schlechten Logo im Gepäck.

Farbwelt

Zu jedem Corporate Design gehört deine Hausfarbe.
Die Grundüberlegung ist, welche Farbe psychologisch am besten passt.
Aber auch, welche Farben Mitbewerber verwenden – und ob man sich aus Gründen dazugesellen oder bewusst abheben möchte. Natürlich gibt es endlose Möglichkeiten, deine Hausfarben zu kombinieren. Mein Tipp ist:
Keep it simple, but significant. Entscheide dich für zwei Farben. Wähle zuerst die Hauptfarbe, die als erstes ins Auge fällt. Dann kombiniere eine zweite, die dazu passt.
Lust auf Inspiration? Dann schau doch in meine Paletten.

Bildsprache

Bevor man sich entscheidet, wie und zu welchen Konditionen Bilder (Fotos oder Illustrationen) für das Unternehmen erworben werden, steht die Entscheidung, welche Emotionen sie transportieren sollen. Wichtig ist, dass alle Bilder eine einheitliche Bildsprache haben: Sie müssen inhaltlich die Unternehmensmerkmale unterstützen (z.B. authentisch oder inszeniert), aber auch formell zusammen passen (Perspektive, Ausschnitt, Farbe).

Beispiel für eine gelungene, einheitliche Bildsprache in Bezug auf Aussage, Farbigkeit, Ausschnitt. Quelle: Unsplash

Typografie

Welche Schrift passt zum Unternehmen? Das muss nicht die Schrift sein, die im Logo verwendet wird.
Welcher Stil unterstützt die Identität? Verspielt? Futuristisch? Clean?
Wenn du dir einen großen Gefallen erweisen möchtest, lass die Finger von generischen, kostenlosen Fonts. Investiere einen kleinen Betrag in eine spannende, tolle Schrift, mit der du dich abhebst. Inspirationen dazu biete ich in einer eigenen Kategorie.

Fazit

Am Ende sollte dein Unternehmensauftritt immer von einem Profi gestaltet werden. Aber schon die Zusammenarbeit kann für beide Seiten wesentlich leichter werden, wenn du grundlegende Parameter schon durchdacht hast.

Und wenn du dein Corporate Design in professionelle Hände geben möchtest, oder Beratung zum Markenprofil wünscht:
Du weißt ja, wie du mich kontaktieren kannst. 🙂

Sonnige Grüße, Cate von Klasse Gestaltung

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