Pinterest Update 2019 – Die ultimative Kurzanleitung, wie du deine Pinterest-Besucher zurück bekommst

Es gibt Neues von Pinterest, einer meiner liebsten Marketingplattformen.
Das Tolle war bislang, dass man ohne großen Aufwand – und ohne kostenpflichtige Tools – auch als Nicht-Profi in der Lage war, mit wenig Aufwand den Traffic von Homepage oder Blog enorm zu steigern und Reichweite zu erzielen.

Ich hatte in wenigen Monaten meinen Traffic von 300 monatlichen Pinterest-Besuchern auf 25.000 gesteigert.
Eine Anleitung dazu hatte ich 2018 in drei Blogposts verfasst.
Die ersten beiden kann ich so stehen lassen, aber dem dritten: „Grundlagen: Erfolgreich pinnen“ muss ich ein Update verpassen.
Denn leider hat Pinterest Ende 2018 heimlich, still und leise einiges geändert.
Es geht nicht mehr ganz so einfach, aber die gute Nachricht ist:
Mit ein wenig mehr Aufwand kann ich nach wie vor viele Pinterest-Besucher erreichen.

Wieso muss ich überhaupt ein Update schreiben?

Ende 2018 stellte ich fest, dass meine monatlichen Betrachterzahlen rapide sanken. Woche für Woche verringerte sich die Zahl unaufhaltsam. Ich hatte nichts anders gemacht als zuvor und konnte mir das nicht erklären.
Dank eines Live-Kurses von Alexandra Polunin weiß ich jetzt mehr.

Ich will gar nicht den ganzen Kurs wiedergeben, das ist zu viel. Ich möchte lieber eine praktische und möglich kurz gefasste Anleitung geben, wie ihr eure Besucherzahlen wieder zurück bekommt (oder, wenn ihr neu seid: Wie ihr eure Besucherzahlen überhaupt steigert).

Ganz ohne kurze Erklärung geht es leider nicht:

Bislang konnte man fröhlich jeden Pin repinnen (Looping), so oft man wollte. Auf eigene Pinnwände oder in Gruppenboards. Es war ein Traum: Minimaler Aufwand, maximale Verbreitung.
Genau das funktioniert jetzt nicht mehr. Pinterest sieht dieses Verhalten nun als Spam an.
Und reagiert mit erzieherischen Maßnahmen: Looping wird im Feed nicht mehr angezeigt, also werden diese Pins von Besuchern oder Followern nicht gesehen.

Dann war es früher relativ egal, wann man pinnte.
Auch das ist anders. Wenn man will, dass die Pins im Feed auftauchen, muss man zur Hauptzeit pinnen: Abends. Dann sind die Besucherzahlen am höchsten.

Und: Grafiken (also Pins mit Text auf dem Bild) setzen sich immer mehr durch. Sie ziehen mehr Betrachter an als schöne Fotos.

Wir werden also ein 3 Schritte-Programm aufstellen, dann klappt’s auch wieder mit dem Nachbarn. Pardon, mit den Besucherzahlen.

1. Frische Pins

Repinnen bringt keine Besucher mehr. Also müssen wir jeden Pin, den wir erneut verwenden wollen, komplett neu als Pin erstellen: Bild hochladen, Text und URL eingeben, Pinnwand auswählen. Ja, URL und Text sind 1:1 wie beim Repin, aber auf diese Weise ist es kein Spam und wird im Feed angezeigt.
Mein Tipp:
– Erstellt euch monatlich ein bis zwei Handvoll Pins (Zu den Pins s. auch Schritt 3). So habt ihr einen Vorrat, mit dem ihr wochenlang auskommt
– macht eine Liste, welchen Pin ihr auf welchem Board gepinnt habt. Wenn ihr ihn erneut pinnt, nehmt ein anderes Board (eigene oder Gruppenboards)

2. Uhrzeit

Pinterest hat ein neues Feature, das klasse ist: Über „später veröffentlichen“ könnt ihr einen ganzen Monat im Voraus planen. Es reicht also, einen Tag im Monat zu pinnen (ich mache es dennoch 1 x wöchentlich, weil ich meine Pins etwas spontaner planen möchte), um eure Pins regelmäßig abends im Feed der Follower zu zeigen.
– nehmt einen festen Wochentag, an dem ihr die Pins plant
– nutzt im neue Feature „später veröffentlichen“ Tage und Uhrzeiten, an denen eure Follower Online sind (Abends, aber: Freitag und Samstag Abend lasse ich gerne aus)

3. Grafiken statt Foto-Pins

Das Größenverhältnis 2:3 Hochkant ist nach wie vor gut („Mobile First“). Als absoluter Besuchermagnet erweisen sich aber immer mehr Pins, die Text mit sofortigem Mehrwert bieten. Dabei gelten ein paar Grundsätze:

– wenig Text
– lesbarer Font, muss sich gut vom Hintergrund abheben
– Keywords verwenden
– Schlagwörter mit Zusatzversprechen wie „geheime Tipps“
– Zahlen verwenden: „5 Schritte

Den Grafik-Pin zu diesem Blogpost könnte ich zum Beispiel nennen:
„Sofort umsetzbare 3 Schritte-Anleitung für erfolgreiches Pinnen“

Diese drei Pins habe ich wiederholt und erfolgreich (gute Impressions & Klicks) frisch gepinnt. Wie ihr seht, nutze ich auch die Logos dieses Blogs und meiner Grafikdesign-Homepage:

Das Ergebnis meines geänderten Pin-Verhaltens:

Meine Besucherzahlen waren Ende 2018 auf bei knapp 10 Tsd. gesunken.
Seit Dezember pinne ich wie hier beschrieben, und sie steigen langsam wieder:
Heute, Anfang Februar sind es knapp 20 Tsd. Besucher, also ein Anstieg von 100% nach zwei Monaten.

Gut ist auch, öfter oder wenigstens genau so oft eigenen Content wie fremden Content zu pinnen. Mit fifty-fifty macht ihr nichts verkehrt.

Ich persönlich nutze übrigens noch immer keine kostenpflichtigen Tools wie Tailwind.
Das heißt nicht, dass der Einsatz solcher Tools sich nicht auszahlt, im Gegenteil. Ich möchte sie selber dieses Jahr ausprobieren.
Dieser Beitrag hilft aber jetzt erst einmal allen, die Pinterest ebenfalls ohne Kosten nutzen wollen.

Wem das heute noch nicht reicht, ich habe hier noch drei (unter anderem geheime!) Supertipps, um euer Pinterestprofil auf Hochglanz zu bringen.

Viel Erfolg wünsche ich euch, und ich freue mich wie immer über Feedback!

Sonnige Grüße, Cate von Klasse Gestaltung

Credits:
 Startfoto (edited) by Sora Sagano on Unsplash

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