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Ich habe eine Frage an Startups und Unternehmer*innen. Worum sollte man sich hauptsächlich kümmern: direkt das Produkt / die Dienstleistung zu verkaufen, oder um den Aufbau der eigenen Marke? Die Antwort erscheint klar, oder? Wenn das Produkt gut ist, braucht man es nur zu zeigen, dann verkauft es sich von alleine. Warum also soll man eigentlich auch noch Markenaufbau betreiben? Das kostet Zeit. Und Geld. Und Energie. Alles Ressourcen, die zu Beginn eher knapp sind.

Genau. Oder doch nicht?

Wozu Markenaufbau?

Ich habe in den letzten Wochen gelernt, dass sehr viele so denken. Trotz Neugründung –  aber auch mit bereits jahrelang laufendem Business. Und sich mit dem Aufbau oder der Pflege ihrer Marke so gut wie gar nicht beschäftigen.
Auch nicht mit solch grundsätzlichen Fragen wie: 

  • Was versteht man eigentlich unter Markenbildung, und was bringt mir das?
  • Warum ist ein gutes Produkt nicht genug?
  • Was sind die Erfolgsfaktoren im Markenaufbau?
  • Warum sollte ich mir ein Corporate Design zulegen?

Und auch jetzt, wo ich das schreibe, weiß ich: die meisten, die das lesen, denken: Was hat das überhaupt mit mir zu tun?

Gar nichts! Wenn… ihr ein Produkt habt, dass einzigartig ist und sich von ganz alleine verkauft – wie ein Mantel, der unsichtbar macht. Oder eine Zeitmaschine oder eine nachwachsende Tafel Schokolade.
Habt ihr nicht? Okay, dann lest bitte weiter, dann hat es nämlich jede Menge mit euch zu tun.

Erfolg mit Branding

Ich glaube, was ein gut durchdachter Markenauftritt bewirken kann, verstehen viele ganz einfach nicht. Weil die Thematik fremd ist. Begriffe wie Corporate Identity, Corporate Design oder Branding hat man schon gehört. Aber wozu brauche ICH das? Das ist doch nur etwas für große Konzerne. Wie wichtig es ist, Kunden emotional anzusprechen und Vertrauen aufzubauen – die Bedeutung dieses Erfolgsfaktors scheint nicht immer klar zu sein.

So entsteht oft das, was ich „Marken-Provisorium“ nenne. (Wer kennt es nicht: Genau wie diese eine Lampenfassung, die beim Einzug in die neue Wohnung zunächst egal ist, weil Hauptsache, es ist hell. Das Kabel hängt sechs Jahre später immer noch aus der Decke).

Die meisten, mit denen ich darüber gesprochen habe, bestätigen mir einhellig, dass sie sich weder Zeit noch Muße nehmen wollen, um sich mit diesem Thema auseinander zu setzen: Sie sehen schlichtweg keinen Sinn, an dieser Stelle in sich selber zu investieren.
Es herrscht der nachvollziehbare Druck vor, Dinge schnell nach außen zu bringen. Also lieber erst mal „schnell die Webseite online stellen.“ Alles andere hält nur auf. 

Häufig steht übrigens die falsche Überzeugung im Raum, ein eigenes Design bedeute lediglich, dass die Homepage oder die Visitenkarte statt „irgendwie“ dann halt „gut“ aussehen. Und dass man ein eigenes Logo hat. Oft heißt es dann: Ja, das wäre schön, aber „irgendwie“ reicht erst einmal.

Nein. Erst einmal ist das nicht der Unterschied. Zweitens reicht „irgendwie“ nie, wenn es darum geht, sich zu präsentieren. „Irgendwie“ ist kein Ziel, keine Strategie, kein Geschäftsmodell.

Gründer brauchen Corporate Design

Es ist vielen Unternehmen einfach nicht klar, dass die Auseinandersetzung mit der Identität als Unternehmen und dem daraus resultierenden Auftritt genau so wichtig für den geschäftlichen Erfolg ist wie finanzielle Planung. Wer sich nicht damit auseinander setzt, wie man das Vertrauen der Kunden gewinnt (und behält!), wie man auftritt und sich von der Konkurrenz sichtbar unterscheidet – der lässt diesen Wahnsinns-Wettbewerbsvorteil einfach liegen und darf sich nicht wundern, wenn die Kunden nicht verstehen, wer man eigentlich ist. 
Denn dazu muss man sich die Zeit nehmen, Fragen für sich zu beantworten:
Wen will ich ansprechen? Wie will ich wahrgenommen werden? Wie unterscheide ich mich von anderen, und wie kann ich das kommunizieren?  

Wie sagt man noch? „You never get a Second Chance to make a first Impression.“

Ich kann verstehen, dass man zu Beginn von all den Anforderungen, die Gründer oder ein Unternehmen begleiten, schier überfordert werden kann. Und dass man auch nach den ersten Jahren noch gut überlegt, in welche Maßnahmen Zeit und Geld investiert werden sollen. Aber sich mit dem Thema Unternehmensauftritt gar nicht auseinander zu setzen, ist keine Alternative.

Wenn man keinen Grafikdesigner dafür engagieren möchte, sondern zunächst viel selber machen will, sollte es wenigstens einen internen Leitfaden geben, mit dem man alle kommunikativen Maßnahmen, Auftritte und Marketing-Ideen abstimmt. Damit der Auftritt eine Aussage hat, die man versteht und sich merkt. Und der überall – Online und Offline – einheitlich ist.

Corporate Design entwickeln mit Anleitung

 

Dafür kann man sich Beratung und Feedback bei einem Profi holen. Oder einen Workshop machen, bei dem der Unternehmensauftritt definiert wird. Ich biete beides an. Ihr könnt mich auch gerne anrufen. Der Workshop dauert einen Tag, es gibt feste Termine für kleine Gruppen, oder man bucht mich persönlich dafür.

Dafür hat man am Ende konkrete Bausteine, auf die man gezielt zugreifen kann. Wie eine Leitplanke, die verhindert, dass man falsch abbiegt.

Das widerum spart Zeit und Energie und Geld bei allen kommunikativen Maßnahmen in den kommenden Jahren. Ihr habt eine lebendige Unternehmenspersönlichkeit und einen zielgerichteten Auftritt.
Damit endlich Schluss ist mit „Irgendwie“.

Sonnige Grüße, Cate von Klasse Gestaltung

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