Lesezeit: 6 Minuten

You never get a second chance to make a first impression.

Herzlich Willkommen, ich bin Cate von Klasse Gestaltung.
Zuerst mal: Herzlichen Glückwunsch!

Du machst Dich tatsächlich selbständig!
Das ist ein großer Schritt, ich erinnere mich noch gut an meinen Anfang.

Enthusiasmus. Stress. Freude. Angst. Yay! So much Gefühl.

Um selbständig leben zu können, muss man natürlich etwas zu verkaufen haben. Und gut sein in dem, was man macht.

Das reicht leider noch nicht aus, um erfolgreich zu sein.
Potentielle Kunden müssen erfahren, dass es einen gibt. Und sich ein Bild machen können.
Dabei reicht es nicht aus, dass sie das einmal erfahren, sie müssen auch ständig daran erinnert werden.
Das Tolle ist: Heute kann jeder für sich selber richtig gutes Marketing auf sozialen Kanälen betreiben.
Das macht nicht wenig Arbeit, aber das macht es leichter (Und Spaß macht es auch!)

Und wie macht man das jetzt? Wie stellt man sich Kunden und Interessenten vor?
Dabei solltet ihr zuerst diese Fragen für euch beantworten:

Wie will ich auftreten und wahrgenommen werden? Wie hinterlasse ich einen positiven, bleibenden Eindruck? Was macht den Wert meiner Marke aus?
Erst, wenn klar ist, was kommuniziert wird, kann man überlegen, wie es kommuniziert wird.

Grundvoraussetzung für den Erfolg sind Qualität und Konstanz.
Und dann will man ja vor allem eins: Einzigartig sein! Sich von anderen abheben.

„Deine Marke ist das, was Menschen über dich sagen, wenn du nicht im Raum bist!“
Jeff Bezos, CEO von Amazon.

An dieser Stelle möchte ich euch mit Tipps und Ideen helfen.
Denn hier geht es jetzt (nicht nur, aber auch) um euer optisches Erscheinungsbild.

Ich gestalte für Unternehmer (Einzelunternehmer bis Mittelstand) Corporate Designs (ein Beispiel hier), Geschäftsauftritte, Webseiten, Logos, Visitenkarten, Illustrationen, Geschäftspapiere, Broschüren, Anzeigen, Flyer, Marketingprodukte und sogar Slogans. Ich weiß, was nötig ist, um einen starken und authentischen Markenauftritt zu gestalten. Hier möchte ich euch mein Wissen zur Verfügung stellen.

Am Ende läuft alles darauf hinaus: Gerade als Existenzgründer benötigt ihr ein eigenes, unverwechselbares Corporate Design, also einen auf euch zugeschnittenen, visuellen Auftritt.
Beim ersten Blick schon sollte man verstehen, wer ihr seid und was ihr zu verkaufen habt.

Corporate Design

Das Corporate Design besteht in der Regel aus mindestens diesen Bausteinen:

– Logo

– Typografie

– Farbwelt

– Bildsprache

 

Logo

Das Logo ist enorm wichtig. Es ist das Herzstück, euer Markenzeichen.
Es ist oft das erste, was man von wahrnimmt, ihr müsst euch damit in allen Medien professionell vorstellen können.
Es muss zu euch passen, gut aussehen, dabei immer wiedererkennbar sein und auf Papier ebenso funktionieren wie im Web.
Es muss auf einem großen Plakat ebenso gut aussehen wie auf einem Kugelschreiber.
Dabei kann ein Logo nur aus einer Wortmarke, also eurem Firmennamen bestehen, oder aus der Kombination Wort- und Bildmarke.

Egal, wofür ihr euch entscheidet – ein gut gestaltetes Logo sollte IMMER folgende Kriterien erfüllen:

– Es ist einfach und verständlich mit einer klaren Aussage

– Man kann es sich gut merken

– Das Design ist originell und unverwechselbar 

– es funktioniert auch auf kleinen, mobilen Endgeräten

Falls ihr kein wirklich gutes Logo habt – lasst es besser weg, bis ihr einen professionellen Grafikdesigner beauftragen könnt. Ich erlebe hin und wieder, dass branchenfremde Menschen selber ihr Logo entwerfen möchten. Aber damit erweisen sie ihrem Unternehmen keinen Gefallen.

Um zu testen, ob ein Logo gut gestaltet und auch lesbar ist, kann man testen, ob es auch in Schwarz und Weiß funktioniert.
Für die Kölner Band Cat Ballou habe ich einmal dieses Logo hier gemacht:

Ich zeige es euch in Farbe und S/W, dann seht ihr, was ich meine. Wenn man ein Logo gar nicht erst in Black and White aufteilen kann, wird es schwierig, denn die Gründe sind meistens schlechte Gestaltung: Zu kleinteilig, Farbverläufe, verschnörkelte und unleserliche Schrift, viele Elemente, fehlende Aufteilung und noch mehr.

Typografie

Bei einer „Hausschrift“ geht es darum, dass ihr in euren Geschäftspapieren, Visitenkarten, Flyern & Co. immer dieselbe Schrift verwendet. Wenn ihr es schafft, darauf zu achten, ist das wesentlicher Bestandteil eures Unternehmens. Ein einheitlicher und konstanter Auftritt, auch in der Schrift, trägt zur Markenbildung bei und wirkt professionell.

Das muss übrigens nicht die Schrift aus dem Logo sein!
Es ist sogar von Vorteil, wenn das Logo in einer anderen Schrift ist.
Das Logo darf eine Schriftart verwenden, die nicht zwingend in langen Texten lesbar sein muss, im Gegensatz zur Hausschrift. Und: Online werdet ihr vermutlich andere Schriften verwenden. Das ergibt sich zum Teil daraus, dass Schriften, die Online gut funktionieren, auf dem Papier noch lange nicht gut aussehen. Oder dass je nachdem, wo und wie ihr euch Online präsentiert, nur eine bestimmte Schriftauswahl zur Verfügung steht.

Wenn ihr eine Schrift für euch aussucht, fragt euch vorher:
Welche Schrift passt zu meinem Unternehmen und meiner Zielgruppe? Soll sie z.B. verspielt oder seriös wirken?

Grundsätzlich unterscheidet man Schriften mit und ohne Serifen. Als Serifen bezeichnet man die feinen Linien, die horizontal zum Buchstaben abschliessen. Serifenschriften sind in langen Lesetexten erwiesenermaßen besser zu lesen, aber das heißt noch lange nicht, dass sie die besseren Schriften sind. Serifenlose Schrift wirkt moderner und klarer. Überschriften, die in der Regel größer geschrieben werden, werden auch in Magazinen oft in serifenlosen Schriften gesetzt.

Wo Suchen?

Es gibt eine Reihe von Online-Anbietern, bei denen ihr Schriften herunterladen könnt.
Dabei ist die Frage: Darf die Schrift etwas kosten, oder soll sie kostenlos sein?
Ein Anbieter, der größtenteils kostenlose Schriften anbietet, ist Fontsquirrel.
Die Schriften sind größtenteils für kommerziellen Gebrauch lizensiert, das ist wichtig! Heißt, ihr dürft sie für euer Unternehmen benutzen, ohne Lizenzgebühren zu zahlen.

Kostenpflichtige Schriften bieten dafür andere Vorteile. Einer wäre, dass ihr je nach Budget eine Hausschrift wählen könnt, die nur wenige andere Unternehmen nutzen. Ich persönlich denke, dass das allerdings für ein Start Up noch keine Priorität hat, es sei denn, ihr gründet ein Unternehmen, wo der direkte Konkurrent die Deutsche Bahn oder die Telekom ist. 😉

Trotzdem sind kostenpflichtige Schriften meist die bessere Wahl, weil sie besser aussehen, über mehr Sonderzeichen verfügen, der Lesefluss sauberer läuft und es mehr Schriftstile gibt, die für euer Design wichtig werden können.

Und nicht zuletzt: Ich als Selbständige bin immer dafür, Leistungen zu bezahlen, sobald das möglich ist. Als Gründer wollt ihr ja ebenfalls von eurem Unternehmen leben können, ihr wisst gut, wie wichtig bezahlte Leistung ist. 😉
In diesem Sinne freue ich mich, wenn ihr das beachtet, sobald das Budget es zulässt.
Ist auch gut für’s Karma.

Farbwelt

Farben erwecken Gefühle. Sie können den Erfolg eures Unternehmens beeinflussen – positiv und negativ.
Darum ist die richtige Farbauswahl superwichtig.

Und es funktioniert auch anders herum: Wenn ihr eure Farbe gut wählt und gezielt einsetzt, verbindet man euch idealerweise irgendwann damit. Klar, das gilt hauptsächlich für große, marktführende Unternehmen, aber es ist im Kleinen ebenso wichtig.

Ein Beispiel: Schaut euch diese Farbe an. Das Unternehmen dazu fällt euch sofort ein, richtig?

Die Attribute und Wirkung der einzelnen Farben werde ich demnächst in einem extra Thema behandeln.

Wenn ich sage, wählt eine Unternehmensfarbe aus, dann meine ich übrigens nicht nur eine einzige Farbe. Eine Farbwelt, bestehend aus mehreren, verschiedenen Farben, die gezielt für vorher festgelegte Bereiche eingesetzt werden, ist üblich und sinnvoll.
Wenn ihr über eure Farbe(n) nachdenkt, fragt euch vorher:

Was passt zu meiner Marke? Schaut euch an, was Mitbewerber machen. Überlegt, ob euch das sinnvoll erscheint, oder ob ihr gezielt gegen den Strom schwimmen wollt, um euch abzuheben. Farben sind dafür eine perfekte Basis.
Wenn ihr eine Idee für eure „Hauptfarbe“ habt, aber auf keine harmonischen Kombinationen kommt, kann euch der Online-Generator Coolors vielleicht eine Inspiration sein.

Hier gibt es bei mir Farbkombinationen mit Farbwerten zur Inspiration.

Bildsprache

Ihr werdet Bilder brauchen. Ohne schöne Bilder ist einfach alles öde.
Sie sind DER Hingucker, der optische Hauptanreiz, egal, ob auf Homepage oder im Flyer.
Wenn ihr Bilder einsetzt, werden diese aber nur dann ein Augenschmaus sein, wenn sie zusammen ein harmonisches Miteinander ergeben.

Diese Kategorien sollten deshalb aufeinander abgestimmt sein:

– Farbwelt

– Bildausschnitt

– Licht

– Perspektive

Hier ein Beispiel für zwei harmonische Bilderwelten, bei denen alle vier Punkte stimmen:

So, das war’s für jetzt. Ich hoffe, dass für euch etwas dabei war.

Viel Erfolg! Ich hoffe, euer Business läuft und es geht euch gut damit!

Wenn ihr zu einem der Themen Fragen habt oder euch mehr Infos wünscht, schreibt mir einfach an hallo(at)klassegestaltung.de, und ich werde sehen, was ich tun kann. 🙂

Ach ja, fast vergessen: Bei Interesse könnt ihr euch auch gerne für den Newsletter anmelden.

Sonnige Grüße, Cate von Klasse Gestaltung. 

Credits:
Startfoto by Danielle MacInnes on Unsplash
Bilderwelt Regenwald von li. > re.: fotolia, Luc Viatour, istock
Bilderwelt Living: Rolf Benz

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