Liebe Fans des guten Geschmacks und der erfolgreichen Selbständigkeit!
Kommen wir heute zu einem oft lieblos behandelten Thema: Le Visitenkarte!
Wie oft ich schlechte Exemplare in die Hand bekomme, ist erschreckend.
Viele vereinen alle Fehler, die man nur machen kann.
Damit euch das nicht passiert, möchte ich heute etwas erzählen über:

Worauf musst Du bei Deiner Visitenkarte achten?

Der erste Eindruck ist echt wichtig. Das englische Wort „Identity Card“ gefällt mir übrigens besser, weil es den Kern der Sache trifft. Ihr gebt eurem Gegenüber ein Stück eurer (beruflichen) Identität in die Hand.

Und dieser kurze Moment des Festhaltens und Betrachtens entscheidet darüber, welchen Eindruck die Karte bei eurem Geschäftspartner oder potentiellem Kunden hinterlässt.

Mal Hand auf’s Herz, wie lange schaut ihr euch eine Visitenkarte an, die euch zum Beispiel bei einem Netzwerktreffen überreicht wird?

Ungefähr 5 Sekunden, richtig?

Was bedeutet: In diesen 5 Sekunden muss das Ding gut aussehen und sich gut anfühlen.

Beides ist nicht so knifflig, wenn man ein paar Grundregeln beachtet, und zwar in den Bereichen Inhalt, Gestaltung, Material / Qualität.

Was steht drauf?

Die meisten Visitenkarten sind 55 x 85 mm groß.
Das ist kein festgelegtes Grundgesetz, es macht aber Sinn. Kleiner geht natürlich auch immer, z.B. quadratisch.
Entscheidet also gut, was alles auf dieser Fläche erscheinen soll und was nicht.

Was gehört unbedingt auf die Visitenkarte?

1. Euer Firmenname und -logo (falls ihr eines habt)
2. Euer eigener Name und eure Funktion bzw. euer Beruf.
3. Eure Kontaktdaten: Telefon, Email, Homepage

Adresse auch, wenn ihr ein Büro habt oder die Postanschrift aus anderen Gründen wichtig ist.
Ich finde übrigens, man kann sich das „Tel.:“ vor der Telefonnummer sparen. Dass es sich bei dieser Zahlenkombination nicht um euren Safe-Code handelt, dürfte klar sein. 😉 Gleiches gilt für „Email:“ usw.

Natürlich könnt ihr auch noch andere Elemente einfügen.
Zum Beispiel einen Slogan, falls ihr einen habt und dieser konstant auftauchen soll.
Wichtig ist, dass die Aufteilung gut gewählt ist und kein Durcheinander entsteht.
Hier könnt ihr beide Seiten der Karte nutzen.
Euer Name und die Kontaktdaten sollten dabei unbedingt auf derselben Seite stehen.

Gestaltung

Wie gestaltet man denn nun eine „gute“ Visitenkarte?
Wenn ihr bereits ein Corporate Design habt, dann habt ihr Logo, Schrift und Farbe schon festgelegt.
Das ist klasse, und die Visitenkarte gestaltet ihr natürlich entsprechend.
Wenn ihr das noch nicht habt, haltet euch an diese Tipps:

Ein guter Grundsatz ist IMMER die Regel „weniger ist mehr“.

Beschränkt euch auf das Wesentliche und widersteht der Versuchung, zu viel zu machen.

Helft dem Auge, sich zurecht zu finden.
Wenn ihr euch schon auf euren Visitenkarten nicht für EINE Schrift, EIN Logo, EIN Bild entscheiden könnt, und damit keine klare Entscheidung für euren Look trefft, was sagt das wohl über euch?

Genügend Platz für eine klare Aufteilung ist vorteilhaft.
Macht die Schrift lieber einen Punkt kleiner, und gebt dem Zeilenabstand dafür genug Raum.
Wählt eine gut lesbare Schrift. Eine dekorative verwendet bitte nur für den Markennamen, und auch nur, wenn der Stil passt. (Zum Thema Schrift hatte ich in DIESEM Artikel mehr geschrieben)

Druckt beide Seiten zuhause in der Originalgröße aus, checkt Schrift und ihre Größe auf Lesbarkeit, bevor ihr die Karten drucken lasst.
Wenn ihr ein Bild oder Logo habt: Prüft die Qualität! Ein unscharfes Bild kann alles ruinieren. Die Auflösung muss 300dpi betragen, wenn es ein Pixelbild ist.

Ich habe ein paar Beispiele mit einem erfundenen Unternehmen für euch gestaltet,
die einige Dos und Don’ts zeigen:

Gerne: Eine aufeinander abgestimmte Farbwelt, ein reduzierter Stil mit Blumenillustrationen als dekorativen Elementen, dazu eine zurückhaltende Schrift. Hier sind Vorder- und Rückseite gestaltet. Insgesamt ein harmonischer und einheitlicher Gesamtauftritt, der mit dem luftig-leichten Erscheinungsbild gut zum Unternehmen passt.

Gerne: Reduktion auf das Wesentliche. Ein passendes Foto in der richtigen Auflösung. Das Bild ist der Eyecatcher, die Typo entsprechend zurückhaltend und, weil Negativtext (weiß auf Farbe) in einem dickeren Schriftschnitt, damit sie lesbar bleibt und die Farbe im Druck nicht zuläuft. Dieses Design ist kraftvoll und auffälliger, passt aber dennoch zum Thema.

Bitte nicht: Von allem zu viel. Foto, Illustration,  dekorative Elemente (Linien, Flächen), zu auffällige und gemischte Schriften, die schwer lesbar sind. Diese Karte ist unentschlossen und wird im Worst Case schnell weggeworfen.

Ob ein Foto von euch auf die Karte soll oder nicht, daran scheiden sich die Geister. Ich bin Team „Kein Foto“, weil ich aus Erfahrung weiß, dass das nur in einem von zwanzig Fällen gut aussieht. Nämlich dann, wenn das Foto von einem Profi aufgenommen und bearbeitet wurde, und wenn es zum Design passt. Meistens ist das beides nicht der Fall.

MATERIAL | QUALITÄT

Der absolute Supertipp zum Schluss, damit ihr eine Visitenkarte bekommt, die sich deutlich von anderen abhebt:

Nutzt das Papier als Gestaltungselement!
Nehmt eine starke Grammatur, und / oder investiert in Veredelungen wie Softtouchfolie.

Das fasst sich so viel besser an und wirkt sofort hochwertiger, und das lohnt sich.

Es empfiehlt sich wirklich immer, an den elementaren Stellen etwas Geld zu investieren, damit Papier und Druck nicht billig wirken – und Online-Druckereien sind nun wirklich keine Kostenfresser, also bleibt bitte dem Copyshop fern!
Es geht schließlich um die Qualität eures Markenauftritts.

Ich hatte schon so oft dünne, glänzende Karten mit Fingerabdrücken und abgeknickten Ecken in der Hand, isch möschte das nischt mehr. 🙂
Zur Grammatur: Alles unter 300g ist Mist.

Spartipp: Bei Moo gibt es „Luxe Visitenkarten“ mit 600g UND Farbschnitt. Eine ganz feine Sache!
Farbschnitt ist, wenn zwischen beiden Seiten eine farbige Fläche ist, so wie auf diesem Bild bei meinen eigenen Visitenkarten:

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Visitenkarten – der erste Eindruck ist entscheidend

Und weil das jetzt wieder ziemlich viele Infos waren – hier noch mal die Checkliste mit den wichtigsten Punkten:
1. Weniger ist mehr
2. Klare Entscheidungen bei Aufteilung, Farbe und Schrift
3. Keine Fotos von euch
4. Dickes Papier mit guter Haptik
5. Druckerei statt Copyshop

Zum Abschluss noch ein Tipp für diejenigen, die gerne bereit sind, mehr zu investieren:

Die Königsdisziplin bei Visitenkarten ist Letterpress. Visitenkarten auf dickem, natürlichem Papier mit geprägter Schrift. Ein toller Anbieter dafür ist zum Beispiel Letterpresso.

Ich hoffe, diese Tipps waren verständlich, und eure Visitenkarten werden klasse!
Wenn ihr noch Fragen habt, hinterlasst doch einfach einen Kommentar mit eurer Anmerkung.
Und wenn ihr neben den Design- und Marketingtipps auch nichts anderes wie zum Beispiel Freebies mehr verpassen möchtet, meldet euch doch für meinen Newsletter an.

Sonnige Grüße, Cate von Klasse Gestaltung.

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Credits: Startfoto (edited) by Neven Krcmarek on Unsplash

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